Seit zwei Jahren läuft in Meran das schulübergreifende Forschungsprojekt „Climacubes“.

Die Gewerbeoberschule „Oskar von Miller“ untersucht mit diesem Projekt in Zusammenarbeit mit der Handelsoberschule „F. Kafka“ und der Landesberufsschule „Dipl.-Ing. Luis Zuegg“ die Auswirkung verschiedener Bauweisen auf das Raumklima.

Leichtbau, Massivbau, verschiedene Verglasungsarten, Wärmeschutzmaßnahmen usw. haben einen großen Einfluss auf das Raumklima und den Energieverbrauch in Gebäuden.
Mit dem Projekt „Climacubes“ werden diese Einflüsse auf breiter Basis untersucht.
Dazu wurden in den vergangenen zwei Jahren zwölf würfelförmige Gebäudemodelle in der Größe von ca. einem Kubikmeter gebaut, mit verschiedenen Materialien wie z.B. Vacupor® Vakuumdämmung verkleidet und auf das Dach des Realgymnasiums Meran gestellt.

Diese „Climacubes“ wurden mit Messsensoren ausgestattet, um Faktoren wie Oberflächentemperaturen, Luftfeuchtigkeit oder Raumlufttemperatur zu erfassen.
Sogar ein eigenes Heizmodul wurde installiert, um die Auswirkung auf den Energieverbrauch zu untersuchen.
Zusätzlich erfasst eine Wetterstation in unmittelbarer Nähe der Cubes die Wetterdaten.

Aufbau des „Vakuustar“ Cube  mit Vacupor® VIPsDie gesamte Anlage bleibt für etwa zwei Jahre dort stehen.
Die Messwerte werden während des gesamten Projektverlaufs ausgewertet und auf der eigens für das Projekt eingerichteten Website veröffentlicht.

Durchgeführt wird das Projekt von Schülern der beteiligten Schulen mit Unterstützung der Lehrpersonen und wissenschaftlicher Unterstützung durch Expert/innen der Europäischen Akademie EURAC, der Klimahausagentur sowie den Berufskammern der Architekten, Ingenieure und der „Periti Industriali“ der Provinz Bozen.

Das Projekt wird von Porextherm unterstützt.
Die Planung der Cubes erfolgte durch die Abschlussklassen der Fachrichtung „Bauwesen“. Hergestellt wurden die Cubes dann an der Berufsschule durch die Schüler des Tischlerlehrganges.

Die Climacubes auf dam Dach des Realgymnasiums MeranDie Fachrichtung „Elektronik und Nachrichtentechnik“ der Gewerbeoberschule zeichnet für die gesamte Messtechnik verantwortlich, während Schüler der Fachrichtung „Programmierer“ der Handelsoberschule die Software zur Registrierung der Messwerte in einer Online- Datenbank und deren Veröffentlichung im Internet programmiert.

Seit Oktober 2008 laufen die Messungen, erste Erkenntnisse zeichnen sich bereits ab.
Die Messergebnisse sind auf der Projekt-Website www.climacubes.it frei verfügbar und können als Online-Diagramme abgerufen werden oder stehen für verschiedene Tabellenkalkulationsprogramme zum Download bereit.

Auch ein Blick auf die Cubes ist mittels Webcam jederzeit möglich.